
Hägendorf 2100 — Aldgate Edition bringt eine kollektive Zukunftsvision aus einem Schweizer Dorf in den Osten Londons.
Für das ursprüngliche Projekt Hägendorf 2100 wurden rund 250 Kinder eingeladen, sich vorzustellen, wie ihr Dorf im Jahr 2100 aussehen könnte. Ausgehend von Themen wie Wohnen, Mobilität, Bildung, Natur, Arbeit und Technologie entwickelten sie eigene Ideen für eine lebenswerte, gerechte und gemeinschaftliche Zukunft. Ihre Zeichnungen und Gedanken wurden zu einem grossformatigen Wandbild zusammengeführt und gemeinsam an ihrer Schule in Hägendorf umgesetzt.
In Aldgate wird dieser Prozess nicht als abgeschlossenes Projekt präsentiert, sondern zum Ausgangspunkt einer neuen Frage.
In einer Bewegtbildprojektion im Toynbee Hall werden Fragmente des Projekts, die Zukunftsvorstellungen der Kinder und der gemeinsame Prozess des Imaginierens aus ihrem ursprünglichen Kontext gelöst und nach London übertragen.
Wenn 250 Kinder sich die Zukunft ihres Dorfes vorstellen können – warum können wir uns nicht gemeinsam die Zukunft unserer eigenen Nachbarschaften vorstellen?
Hägendorf dient dabei nicht als Modell, das kopiert werden soll. Vielmehr fragt die Arbeit, was geschehen könnte, wenn auch Gemeinschaften in London Raum erhalten würden, ihre Umgebung gemeinsam zu hinterfragen, neu zu denken und mitzugestalten.
Hägendorf 2100 - Aldgate Edition verwandelt ein lokales Experiment kollektiver Vorstellungskraft in eine offene Einladung:
Wer darf sich die Zukunft eines Ortes vorstellen – und wie könnten wir beginnen, sie gemeinsam zu gestalten?
